Raiffeisenbank Schmitten
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Cartons du Coeur
Armutsgrenze:
Gemäss einem Bericht des Bundesamtes für
Statistik (BSF) vom Februar 2008 lag die Armutsgrenze
2006 für Alleinstehende bei Fr. 2‘200.--, für alleinstehende
Frauen mit zwei Kindern bei Fr. 3‘800.--, für ein Ehepaar mit zwei
Kindern bei Fr. 4‘650.--.
Das BSF veröffentlichte Ende 2010 die neuesten Erhebungen zur wirtschaftlichen und sozialen Situation
der Bevölkerung. Die Erhebung über die Einkommen und
die Lebensbedingungen (SILC, Statistics on Income and Living
Conditions) ermöglichte es, zum ersten Mal in der Schweiz die
Lebensbedingungen auf breiter Basis zu untersuchen, indem aus der
Perspektive der Haushalte Informationen über das Wohlbefinden und
die Einkommensverteilungen kombiniert wurden.
Working Poor:
Medienmitteilung des des Bundesamtes für Statistik BFS vom 4.11.2010:
Eine Berechnung der Working-Poor-Quoten durch das Bundesamt für
Statistik (BFS) für die Jahre 2007 und 2008 zeigt einen Rückgang
von 4,8 auf 3,8 Prozent in diesem Zeitraum. Diese Entwicklung kann
durch das positive Wirtschaftswachstum und die starke Abnahme der
Arbeitslosenzahlen in den Jahren 2006 bis 2008 erklärt werden. Die
provisorischen Ergebnisse basieren auf einer verbesserten
Datengrundlage. Aus diesem Grund sind die aktualisierten Quoten mit
jenen früherer Jahre nicht vergleichbar. Vollständiger Text (PDF)
Sozialhilfe:
Eine Familie wird als arm definiert, wenn sie
weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens ihres Landes
verdient.Sozialhilfe steht in der Schweiz all jenen Personen zur
Verfügung, welche andernfalls unter dem Existenzminimum leben
müssten.
Gemäss Bundesamt für Statistik BFS bezogen 2005 rund 3.3% der
Bevölkerung solche Unterstützungsleistungen. Die Erhebung zeigte
auch, dass der Anteil dieser Personen in urbanen Regionen mit 5%
recht hoch ist, während er in ländlichen Gebieten nur 1.4%
beträgt.
Den grössten Teil der Sozialbezüger stellen alleinerziehende
Elternteile sowie schlecht oder gar nicht ausgebildete junge
Menschen . Der Anteil ausländischer Sozialhilfebezüger beträgt im
schweizerischen Durchschnitt 43.8%.
Gemäss SKOS, Schweiz. Konferenz für
Sozialhilfe, sind Menschen aller Altersgruppen und in
verschiedensten Lebenslagen auf Sozialhilfe angewiesen. In der
Schweiz beziehen weit über 200'000 Personen ganz oder teilweise
Leistungen der Sozialhilfe.
Die Zahl der Klientinnen und Klienten wird hauptsächlich durch die
wirtschaftliche Situation und den Arbeitsmarkt
bestimmt.
Rund 60 Prozent der Sozialhilfebeziehenden sind Alleinstehende, 22
Prozent sind Alleinerziehende und 14 Prozent sind Familien mit
Kindern. Auch die Gruppe der Working Poor (Familien mit niedrigem
Einkommen) ist oft auf Sozialhilfe angewiesen.
Ältere Menschen beziehen selten Sozialhilfe, da die
Ergänzungsleistungen zur AHV das Existenzminimum
garantieren.
Fachleute schätzen, dass in der Schweiz bis zu 50 Prozent der
anspruchsberechtigten Personen keine Sozialhilfe beantragen, da die
Abhängigkeit von Sozialhilfe vielerorts als sehr stigmatisierend
empfunden wird.
Armutsbeekämpfung der SKOS: Schwerpunkte
2011
Angesichts dieser dramatischen sozial-wirtschaftlichen Situation
verfolgt CARTONS DU COEUR weiterhin seine humanitären
Aktivitäten. Die Organisation handelt gestützt auf die Charta völlig unabhängig und ungebunden von jeglicher
religiösen, politischen oder sonstigen Bewegung.